„ Affinity of thoughts“
16.01.06 04:11

cobergsessel.jpg

„Das innere Hören“
06.12.05 19:51

Die erfreuliche Nachricht: Die Wirklichkeit des menschlichen Wesens ist nicht ausschließlich seine Emotion und seine Denkstruktur.

In den unendlichen Räumen seines Wesens, Millionen von Jahren alt, und eine Sekunde jung, herrscht Musik. Köstliche Melodien und Rhythmen reisen und begegnen sich von Zeit zu Zeit. In lichtdurchdrungenen Farben entstehen immer wieder neue Formen abstrakter, oder auch uns aus dem Alltag bekannter, sogenannter realer Art. Dies ist die Welt, in der die Quelle unserer Atmung, unserer Energie und Lebendigkeit wohnt. Die genialsten Filme werden gespielt. Ein Bruchteil dieser Genialität wird in unserer guten, alten Welt im Frackgetümmel mit Pokalen und Oskars gepriesen.

Seit jeher hat es Bestrebungen gegeben, diese innere Welt zu erreichen. Naturwissenschaftler versuchen, sie zu ergründen und zu erklären, um sie in irgendeiner Weise exploitieren zu können. Natürlich wird ein Mensch im Zustand dieser inneren Erfahrung einen frischen, und von der Psyche freien, unverfälschten Zugang zum Lebensgefühl haben. Mag sein, dass gar die Zellen durch diese innere Dynamik eine gewisse Energiedurchflutung erfahren. Doch ist es absolut unmöglich, auf einem stereotypen, prosaischen Weg unser aller Innerstes gefügig zu machen, oder kommerziell zu verwerten.

Andererseits sind die unendlichen Zweige in der Esoterik, Sekten und Religionsdogmatik oft nichts anderes, als ein Geschäft mit dem Wünschen.

Es bleiben noch die Kunst und die Dichtung, in der es ganz sicher eine Reihe von Menschen gab und gibt, die verbunden waren, ohne sich vordergründig auf eitle, mentale Konzepte zu stützen, die Reise gewagt haben. Gewagt?

Ja, weil man verständlicherweise pure innere Erfahrung, das höchste Abenteuer, leider nur "nackt", ohne die gut oder schlecht konstruierten "Gewänder" machen kann.

Und natürlich ist man dann auch verletzbarer, als wenn man sich auf den, seit Generationen ausgetretenen Pfaden bewegt, den imaginären Pokal des Sieges in der Hand.

Verletzbarer wodurch?

Es gäbe keine Verletzung während des "inneren Hörens", gäbe es nicht unseren mehr oder weniger gebildeten, aber um jeden Preis auf dem Podest gehaltenen, pragmatischen Intellekt, der uns sichere Orientierung, Recht auf Urteil, ein sauber gerahmtes Weltbild, beispielsweise, und Erfolg für die Zeit des Erdendaseins verspricht.

Derartiges Konstrukt will und kann nicht auf eine Reise gehen, ohne Erwartung, ohne Erinnerung, ohne Konzeptmappe.

Die tiefsitzende Angst vor dem freien Flug.

Dabei ist das innere Hören unermesslich leichter, als - ambitioniertes, beleidigtes, gehässiges, um jeden Preis selbstsicheres, um jeden Preis angepasstes, um jeden Preis hervorragendes - Denken.

„Literaturliste“
05.12.05 19:52

Folgende kleine Literaturliste als Vorschlag für all jene, die sich an das "innere Hören" herantasten wollen. Bewusst habe ich Stücke für Kinder gewählt:


  • J.Ph. Rameau: Les Tendres Plaintes
  • L. v. Beethoven: Bagatelle Nr.1, op.119, (die ersten sechzehn Takte)
  • F. Chopin: Mazurka, (die ersten acht Takte)
  • A. Skrjabin: Feuillet d'Album (drei Klavierstücke, op. 45), (Einleitungstakte)
  • E. Satie: Gnossienne N.1 (Trois Gnossienne)
  • S. Gubaidulina: Lied des Fischers
  • L. Papp: Melodien mit Resonanz

„ART AGAINST BRUTALITY & DEFAMATION "------------------------- Intuition ist die Farbe und Lebendigkeit des Verstandes. Der von ihr abgespaltene und von vulgärer Emotion getriebene Verstand bildet die Grundlage des brutalen Strebens.“
22.10.06 07:35

mamis sohn.jpg

„Wenn sich das Individuum an soetwas wie Seele nicht mehr erinnern kann, wenn das bloße Wort Seele, Gleichgültigkeit, eine eindeutige oder ferne Fratze in sein Gesicht stempelt, ist es auf seine Grausamkeit bereits seit langem stolz.“
12.10.06 09:16

mum.jpg
Dr. Hilde Eisenstädter

„Die Wege des Edlen und des Banalen scheinen , abgesehen vom offensichtlichen Konformismus und der Machtgeilheit des Banalen, äußerlich ähnlich zu sein.“
04.12.06 07:38

montblu3.jpg

„Für die auf das emotional-Mentale begrenzten Beobachter scheint der im Licht lebende beschäftigt. In Wirklichkeit hält ihn seine äußere Aktivität nicht davon ab, den vollkommenen Frieden zu verwirklichen.“
02.12.06 16:15

montbluweb2.jpg